Mein Tag bei SWR.
Es ist aufregend gewesen. Klar, wer hat kein Lampenfieber wenn er Live im Fernsehen auftreten soll. Mehr über meinen Tag bei „Kaffee oder Tee“ könnt ihr hier lesen.

Weiteres:

  • – Aufregender Tag bei SWR / Kaffee oder Tee
  • – Video – Quaste für das Tuch
  • – Einzelanleitungen aus der Maschenwelt

Viel Spaß beim lesen.

Aufregender Tag bei SWR / Kaffee oder Tee

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Mein erster TV-Auftritt beim SWR in der Sendung Kaffee oder Tee

Vor einigen Wochen kam eine mail bei mir rein und eine Redakteurin vom SWR fragte an, ob ich mal als live-Studiogast in der Sendung „Kaffee oder Tee“, unter der Rubrik „Handarbeiten“ auftreten möchte. Über meine Homepage/meinen Blog wäre sie auf mich gekommen.

Erst mal Durchatmen…. und dann Überlegen, ob das was für mich ist – ob ich mir das zutraue. Und dann hängt da ja mein Spruch im Büro: „Nur wer sich viel zutraut, kann auch viel“….das verbietet eigentlich ein Sich-davor-Drücken. Und eigentlich wollte ich mich nicht Drücken, denn sowas ist ja auch eine ganz tolle Chance auf eine neue Erfahrung. Also sagte ich zu und hatte schon bald darauf einen Vorstellungstermin.

Es fühlte sich ein bisschen wie eine Prüfung an, als ich diesen wahrnahm. Aber die Redakteurin nahm mir auf Anhieb meine Befangenheit und schon bald plauderten wir über die eventuell in Frage kommenden Themen. Der 18.01.2019 wurde dann ins Auge gefasst und einige Tage danach kam auch die offizielle Einladung zur Sendung. Karomuster Häkeln und Stricken (Planned Pooling) war das Thema in der Sendung.

Die Einladung enthielt auch einige Infos zur Kleidung – darin stand, dass weder Muster, noch glänzende Stoffe, noch Strick, noch schwarz oder weiß (außer in Kombination) und auch keine Karos fürs Fernsehen geeignet seien.

Eigentlich trage ich sehr gerne dunkle Cardigans oder Blazer – deshalb zog ich eine dunkelblaue Jacke und ein petrolfarbenes Shirt an und nahm noch eine hellgraue und senfgelbe Jacke und zwei Blusen in Tannengrün und Weiß als Ersatz mit. Meine Tochter tippte sofort auf die senfgelbe Jacke und sie sollte Recht behalten.

Einige Tage vor der Sendung stieg die Spannung an. Ich passte auf meine Fingernägel auf und hatte ständig Angst, mir riesengroße Schrammen an den Händen zuzuziehen… oder eine schlimmer Erkältung ..oder ein Beinbruch…oder oder oder…

Dass dann mein pflegebedürftiger Vater (meine Eltern wohnen mit im Haus) am Tag vor der Sendung aus dem Bett gefallen ist und ich ihn mit meiner Tochter wieder zurück ins Bett heben musste, hatte ich nicht befürchtet – kam aber so. Wer schon mal Angehörige gepflegt hat, der weiß, dass man in solchen Stress-Situationen viel zu schwer hebt, viel zu krumm steht und erst mal nur auf den Kranken am Boden achtet, als auf sich selbst. So merkte ich dann eine Stunde nachdem Papa wieder im Bett war, wie mich fürchterliche Kreuzschmerzen plagten und zu einem Kopfweh ausweiteten. Die darauffolgende Nacht war einfach schlimm …ich fand vllt. zwei Stunden Schlaf und wusste nicht, ob es vor Aufregung war oder vor Schmerzen oder vor Sorge, dass Papa wieder aus dem Bett fällt…

Endlich war die Nacht vorbei und ich traf die letzten Vorbereitungen, die ich eigentlich am Vortag eingeplant hatten. Dann brachte mich mein Mann mit einem aufmunternden „Du-schaffst-das-schon“ zum Bahnhof.

Am Bahnhof finde ich ein Taxi des Unternehmens, mit dem der SWR einen Deal hat, und das mich mit Gutschein zum Sender fährt. Um 13:30 Uhr sollte ich da sein, obwohl ich erst um 16:45 dran bin, weil vor der Sendung noch geprobt wird und man in die Maske muss. Meine Redakteurin bringt mich in den Aufenthaltsraum für die Gäste von „Kaffee oder Tee“. Dort sitzt auch die Begleitung der Konditorin, die an diesem Tag ebenfalls einen Auftritt hat und bald stellt sich heraus, dass wir gemeinsame Bekannte haben…so vergeht überraschend schnell. Die Dame die mich verkabelt ist auch für die Garderobe zuständig und findet an der gelben Jacke Gefallen – also ziehe ich mich schnell um. Danach findet eine Probe statt. Die Moderatorin Heike Greis interessiert sich sehr für das Thema, da sie erst vor kurzem mit dem Häkeln angefangen hat – das macht das Ganze für mich gefühlt viel einfacher. Die Probe läuft rund und das beruhigt mich schon mal sehr.

Danach heißt es wieder warten im Gästeraum. Nein, einen Kaffee möchte ich jetzt nicht – er würde mich zu nervös machen. Kurz nach 16:30 Uhr heißt es dann, dass ich schon mal vor dem Studio Platz nehmen soll. Den Bildschirm mit der Direktübertragung der Live-Sendung direkt vor mir.